Betriebs-Berater
Auswirkungen des Beschlusses des BVerfG zum sog. dritten Geschlecht auf die Ansprüche nach dem EntgTranspG
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 12 vom 16.03.2026, Seite 692

Das Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) verfolgt das Ziel, unmittelbare und mittelbare Entgeltdiskriminierungen aufgrund des Geschlechts zu beseitigen. Das Gebot gleichen Entgelts für gleiche oder gleichwertige Arbeit ist auf der nationalen einfachgesetzlichen Normebene nicht neu. Es handelt sich vielmehr um einen “Ausschnitt” aus dem weitergehenden Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das jede Benachteiligung verbietet, somit auch wegen des Geschlechts (§ 3 AGG), und in Bezug auf eine hierdurch motivierte geringere Vergütung (§ 8 Abs. 2 AGG). Durch das EntgTranspG wird dieser Grundsatz – dem Wortlaut nach für männliche und weibliche Beschäftigte – konkretisiert und basiert damit auf einem binären Geschlechterverständnis. Hiervon hatte sich der Gesetzgeber entsprechend des Beschlusses des BVerfG vom 10.10.2017 (Az. 1 BvR 2019/16) im Personenstandsrecht gelöst und die Möglichkeit eines diversen Geschlechtseintrags eingeführt. In diesem Beitrag wird analysiert, wie sich dies unter Berücksichtigung der Entgelttransparenzrichtlinie (EU 2023/970) auf das EntgTranspG auswirkt.

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Betriebs-Berater
Abschreibungen bei Elektrofahrzeugen – eine Wirkungsanalyse
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 12 vom 16.03.2026, Seite 683

Da sich die deutsche Wirtschaft seit Jahren in einer Phase wirtschaftlicher Stagnation befindet, hat sich die aktuelle Bundesregierung u. a. zum Ziel gesetzt, Investitionsanreize zu setzen und Bürokratie abzubauen. Im Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm finden sich zwei degressive Abschreibungsmethoden. Nachdem Althoff (BB 2025, 1519 ff.) im Stadium des Regierungsentwurfs die geplanten neuen Abschreibungsregelungen thematisiert hatte, werden im nachfolgenden Beitrag auf Basis des in Kraft getretenen Gesetzes die Wirkungen der Aufwandsvorverlagerung durch diese Methoden bei Elektrofahrzeugen quantifiziert und einige Vorschläge zur Vereinfachung und Arbeitserleichterung im Abschreibungskontext aufgegriffen und diskutiert.

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Betriebs-Berater
Zwei Jahre Hinweisgeberschutzgesetz: Best Practices
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 11 vom 09.03.2026, Seite 584

Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Hinweisgeberschutzgesetzes zeigt die Praxis, dass die Wirksamkeit interner Meldestellen weniger von ihrer formalen Existenz als von Struktur und Qualität der Verfahren abhängt. Der Beitrag stellt bewährte Best Practices vor, die eine rechtssichere und zugleich akzeptierte Ausgestaltung ermöglichen. Im Fokus stehen niedrigschwellige Zugänge, anonymer Dialog, fachkundige Betreuung, organisatorisch abgesicherte Vertraulichkeit sowie transparente, fristengebundene Abläufe als Grundlage eines funktionierenden Frühwarnsystems.

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Betriebs-Berater
KI-Compliance durch KI-Kompetenz
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 10 vom 02.03.2026, Seite 515

Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter im Umgang mit KI-Systemen schulen. Diese Pflicht gilt für Anbieter und Betreiber von KI-Systemen. Der im Juni 2025 vorgelegte Referentenentwurf und der nun im Februar 2026 vorgelegte Regierungsentwurf zum Durchführungsgesetz der KI-VO befassen sich mittelbar auch mit den Folgen von Verstößen gegen diese Schulungspflicht. KI-Kompetenz bildet damit das Fundament jeder unternehmerischen KI-Compliance. Der Beitrag untersucht, wie Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen erfüllen können und welche Sanktions- und Haftungsrisken bei Verstößen bestehen.

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Compliance-Berater
Steigende D&O-Haftungsrisiken durch Cyberkriminalität, Regulierung und KI – eine interdisziplinäre Analyse
Quelle: Compliance-Berater 2026 Heft 04 vom 19.03.2026, Seite 117

Die persönliche Haftung von Vorständen und Geschäftsleitern steht zunehmend im Fokus, da Cyberkriminalität, regulatorische Verdichtung, geopolitische Unsicherheiten und der Einsatz künstlicher Intelligenz das unternehmerische Risikoumfeld nachhaltig verändern. Der Beitrag analysiert die wesentlichen Treiber steigender D&O-Haftungsrisiken aus interdisziplinärer Perspektive und zeigt auf, wie Cyberangriffe, Compliance-Verstöße, Insolvenzen, Sammelklagen sowie neue KI-bezogene Haftungsszenarien die Exponierung von Organmitgliedern erheblich erhöhen. Besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenspiel von Wirtschaftsrecht, Versicherungsrecht und technologischem Wandel sowie den Auswirkungen auf den D&O-Versicherungsmarkt, der auf diese Entwicklungen mit verschärftem Underwriting und steigenden Prämien reagiert. Die Untersuchung verdeutlicht, dass sich Organpflichten zunehmend verdichten und dokumentations- sowie präventionsorientiertes Handeln unverzichtbar wird. Abschließend werden Governance- und Präventionsstrategien skizziert, die geeignet sind, Haftungsrisiken zu begrenzen und die Funktionsfähigkeit unternehmerischer Entscheidungsprozesse trotz wachsender rechtlicher Kontrolle zu sichern.

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Betriebs-Berater
“FairErben” der SPD: Systemwechsel in der Erbschaftsteuer zwischen Gerechtigkeitsversprechen, Vollzugsrealität und Timingrisiko
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 10 vom 02.03.2026, Seite 539

Der Beitrag analysiert den SPD-Vorschlag “FairErben” vom 13.1.2026 als Systemwechsel der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Untersucht werden dogmatische Konsistenz, Vollzugstauglichkeit und politische Folgewirkungen des Lebensfreibetrags, des Einheits-Tarifs und der Neuordnung der Unternehmensnachfolge. Im Ergebnis sind Richtung und Problemdiagnose durchaus nachvollziehbar, die Ausgestaltung bleibt aber in zentralen Parametern unterbestimmt und risikobehaftet.

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Compliance-Berater
Sanktionsverstöße im Unternehmen: Organpflichten und interne Untersuchungsmaßnahmen
Quelle: Compliance-Berater 2026 Heft 04 vom 19.03.2026, Seite 97

Unternehmen sehen sich zunehmend umfassenderen und komplexeren Sanktionsregimen gegenüber. Damit einher geht ein erhöhtes Risiko für Verstöße, insbesondere für global agierende Unternehmen, deren Geschäftsalltag von grenzüberschreitenden Sachverhalten geprägt ist. Auch wenn Verstöße nicht bewusst begangen wurden, folgen hieraus regelmäßig erhebliche Konsequenzen, von empfindlichen Strafen über Reputationsschäden bis hin zur persönlichen Haftung der Unternehmensleitung. Der nachfolgende Beitrag gibt einen strukturierten Überblick über zentrale Instrumente der Sanktionspolitik der Europäischen Union (I.) und mögliche Konsequenzen von Verstößen (II.). Darauf aufbauend zeigt er die Eckpfeiler eines wirksamen Sanktionscompliance-Programms auf (III.). Abschließend wird erläutert, wie die Unternehmensleitung im Ernstfall durch effektives Krisenmanagement und eine zielgerichtete Sachverhaltsaufklärung die Situation unter Kontrolle bringen und Schäden begrenzen kann (IV.).

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Betriebs-Berater
BRSG II und “Aktivrente” – Öffnung des Sozialpartnermodells und Flexibilisierung nach Erreichen der Regelaltersgrenze
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 11 vom 09.03.2026, Seite 628

Der Beitrag erläutert die umgesetzte Erweiterung des Sozialpartnermodells mit reiner Beitragszusage für nicht tarifgebundene Arbeitgeber sowie die konzeptionelle “Aktivrente” ab 2026. Zudem werden arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Folgen einschließlich der vorgesehenen Erleichterungen bei sachgrundloser Befristung nach Erreichen der Regelaltersgrenze skizziert.

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Compliance-Berater
Die Idealisierung von Sanktionen
Quelle: Compliance-Berater 2026 Heft 04 vom 19.03.2026, Seite I

In der jüngsten politischen Debatte ist erneut häufig der Vorwurf der Doppelmoral zu hören, insbesondere im Zusammenhang mit internationalen Sanktionen. Staaten begründen Sanktionsentscheidungen oft mit vermeintlich universellen Prinzipien – etwa dem Schutz des freien Marktes, der Wahrung der Menschenrechte oder der Sicherung des Weltfriedens. Kritikerinnen und Kritiker bezweifeln jedoch, …

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