Lebensmittel Zeitung 3 vom 16.01.2026 Seite 18
Branche lehnt SPD-Warenkorb ab
Der Vorstoß des SPD-Vizefraktionsvorsitzenden Esra Limbacher, laut dem Lebensmittelhändler auf freiwilliger Basis einen „Deutschland-Korb“ mit „günstigen, preisstabilen, in Deutschland produzierten Grundnahrungsmitteln“ anbieten sollen, stößt in der Branche einhellig auf Ablehnung. „Als Grundversorger ist es die Kernaufgabe, allen Menschen verlässlich gute Qualität zum bestmöglichen Preis anzubieten und eine bezahlbare Grundversorgung sicherzustellen“, teilt etwa Aldi auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Wo immer dies möglich sei, gebe man Preisvorteile direkt an Kunden weiter. Auch der Handelsverband Lebensmittel (BVLH) betont, dass „der intensive Wettbewerb“ dafür sorge, dass „Preisvorteile im Einkauf unmittelbar an die Verbraucher weitergegeben werden“. Limbacher hatte aufgrund der hohen Lebensmittelpreise im Vorfeld der „Grünen Woche“ einen Deutschland-Korb, eine Preisbobachtungsstelle und Maßnahmen gegen Shrink- und Skimpflation gefordert.
Hanno Bender



