Compliance-Berater
Wahrheitspflicht im Zivilprozess und nemo-tenetur
Quelle: Compliance-Berater 2025 Heft 12 vom 20.11.2025, Seite I

Die Wahrheitspflicht nach § 138 ZPO zählt zu den tragenden Grundpfeilern des Zivilprozesses. Sie verpflichtet Parteien zu einem vollständigen, wahrheitsgemäßen Vortrag und sanktioniert wahrheitswidrigen oder unterbliebenen Vortrag prozessual: So hat Schweigen zum einen die Geständnisfiktion des § 138 Abs. 3 ZPO zur Folge, zum anderen können vorsätzliche Falschangaben strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. …

Weiterlesen

Betriebs-Berater
Änderung der Lieferkettensorgfaltspflichten: Kaum Entlastung bei steigender Rechtsunsicherheit für Unternehmen
Quelle: Betriebs-Berater 2025 Heft 46 vom 10.11.2025, Seite 2627

Der Koalitionsvertrag stellte Unternehmen die Abschaffung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) in Aussicht. Die am 3.9.2025 von der Bundesregierung vorgelegten Änderungsvorschläge sehen indes keine Abschaffung vor. Vielmehr schlägt die Bundesregierung punktuelle Änderungen des LkSG vor. Deren (fehlende) entlastende Wirkung für Unternehmen untersuchen die Autoren in diesem Beitrag. Die Vorschläge der Bundesregierung fallen zudem in eine Zeit, in der sich nach harten politischen Grabenkämpfen Kompromisslinien bei der EU-Harmonisierung durch die EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) abzeichnen. Auf der Zeitachse führt dies die Bundesregierung in das Dilemma, entweder noch für einen überschaubaren Zeitraum strengere deutsche Regeln fortzuschreiben oder zu versuchen, die weiteren Entwicklungen zu antizipieren und sich abzeichnende, jedoch nicht finale Kompromisslinien bei der CSDDD bereits zu berücksichtigen. Für Unternehmen droht diese Gemengelage nun zu weiterer Rechtsunsicherheit statt zu echten Entlastungen zu führen.

Weiterlesen

agrarzeitung 45
Landwirtschaft sollte sich öffnen
Quelle: agrarzeitung 45 2025 Heft vom 07.11.2025, Seite 3

Experten fordern beim Smart Proteins Summit mehr Dialog, um gemeinsam Nischen zu erschließen

Der Smart Proteins Summit 2025 in Frankfurt machte deutlich: Die wachsende Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen bietet auch der Landwirtschaft konkrete Chancen. Damit das funktioniert, sollten beide Branchen gemeinsam Lösungen identifizieren und entwickeln.

Weiterlesen

Betriebs-Berater
Der Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Produkthaftungsrechts – eine erste Einordnung
Quelle: Betriebs-Berater 2025 Heft 45 vom 03.11.2025, Seite 2563

Nahezu geräuschlos wurde die Richtlinie (EU) 2024/2853 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23.10.2024 über die Haftung für fehlerhafte Produkte und zur Aufhebung der Richtlinie 85/374/EWG des Rates (nachfolgend: Richtlinie) verabschiedet. Ein Kernelement der Richtlinie sind neue Offenlegungs- und Vermutungsregeln zur Korrektur von Informationsasymmetrien. Der am 11.9.2025 veröffentlichte Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) (nachfolgend: Ref-E) setzt diese Neuerungen um und gibt Anlass zu einer ersten Auswertung und Einordnung der relevanten Vorschriften des Entwurfes zum Produkthaftungsgesetz (nachfolgend: ProdHaftG-E).

Weiterlesen

Recht der internationalen Wirtschaft
Zwischen den Mächten: Deutsche Unternehmen im geopolitischen Spannungsfeld zwischen USA und China
Quelle: Recht der internationalen Wirtschaft 2025 Heft 11 vom 07.11.2025, Seite 720

Die geopolitische Lage verlangt deutschen Unternehmen einiges ab, insbesondere die Handelskonflikte mit den USA sorgen für viel Unsicherheit im Markt. Ganz hilflos sind die Unternehmen dieser Situation allerdings nicht ausgesetzt.

Weiterlesen

Betriebs-Berater
KI-Compliance: Zur Wechselwirkung von Sorgfaltsmaßstab und Vertrauensschutz beim Einsatz von ChatGPT – Vertrauen schützen, Sorgfalt wahren
Quelle: Betriebs-Berater 2025 Heft 45 vom 03.11.2025, Seite 2568

Unternehmen nutzen immer häufiger Künstliche Intelligenz (KI). Die Nutzung von ChatGPT stellt sich dabei als Innovationstreiber dar, ist aber gleichzeitig mit Risiken und Limitationen verbunden. Die KI-VO (VO (EU) 2024/1689) gibt insoweit den Regulierungsrahmen vor, ohne selbst ein (abschließendes) Haftungsregime zu schaffen. Vor diesem Hintergrund sollen im folgenden Beitrag Kriterien für die Bestimmung des anwendbaren Sorgfaltsmaßstabes entwickelt werden. Es wird sich zeigen, dass dieser nicht allgemein gültig ist, sondern abhängig vom schutzwürdigen Vertrauen der betroffenen Verkehrskreise. Vertrauen bildet so Grund und Grenze des Sorgfaltsmaßstabs. Diese Erkenntnis kann zur Haftungsminimierung bei der Ausgestaltung interner Prozesse und der Vertragsgestaltung genutzt werden.

Weiterlesen
1 3 4 5 6 7 15