Datenschutz-Berater
Neues Jahr, neue Tätigkeitsberichte – Kurioses aus den Jahresberichten der Aufsichtsbehörden
Quelle: Datenschutz-Berater 2026 Heft 05 vom 08.05.2026, Seite 138

In den ersten Monaten eines jeden Jahres veröffentlichen die Datenschutzbehörden ihre Jahresberichte für das vorherige Berichtsjahr. Die Aussagen, Empfehlungen und Inhalte der Berichte sind für die Praxis extrem relevante Quellen. Neben Themen, die für uns Datenschutzpraktiker gut verwertbar sind, berichten die Aufsichtsbehörden hier und da aber auch über Beschwerden oder Anfragen, bei denen man sich ein Lächeln oder ungläubiges Staunen nicht verkneifen kann. Nachfolgend habe ich Ihnen einige dieser Highlights zusammengefasst und hoffe, dass auch Sie beim Lesen das ein oder andere Mal Ihre Freude nicht verbergen können.

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Compliance-Berater
KI-Kompetenzentwicklung als Basis von KI-Compliance – Grundlagen
Quelle: Compliance-Berater 2026 Heft 06 vom 13.05.2026, Seite 208

Mit der „Digital Omnibus“- Regulierung vom 29. 11. 2025 will die EU-Kommission auch Art. 4 der KI-VO ändern und die dort geregelte Pflicht von Anbietern und Betreibern von KI-Systemen zur Sicherstellung eines ausreichenden Maßes an KI-Kompetenz modifizieren. Nach einer Vorstellung der geplanten Änderung in der Einführung (I.) erläutern die Autoren in diesem Beitrag die Bedeutung der KI-Kompetenz für eine effektive KI-Compliance-Organisation (II.). Anschließend werden die Verantwortung der Geschäftsleitung für die Organisation von KI-Kompetenz im Unternehmen und Haftungsrisiken bei deren unzureichender Sicherstellung aufgezeigt (III.). In einem Folgebeitrag (erscheint in CB 8/2026) werden Empfehlungen zur Entwicklung von KI-Kompetenz im Rahmen eines KI-Compliance-Systems gegeben.

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Compliance-Berater
Mehr Vertrauen – weniger Bürokratie
Quelle: Compliance-Berater 2026 Heft 06 vom 13.05.2026, Seite I

Die Politik steht unter Druck: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen verlangen schnellere, digitale und bürgerfreundlichere Entscheidungen – bei gleichzeitig knappen Ressourcen. Vor allem aber erwarten sie, dass der Dschungel an Vorschriften, mit denen sie konfrontiert sind, gelichtet wird. Nach einer Umfrage des ifo Instituts 2025 sehen knapp 40 Prozent der Unternehmen die Entschlackung der Bürokratie als wichtigstes Themenfeld für die aktuelle Legislaturperiode im Bund.…

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Betriebs-Berater
Auskunft zum Entgelt: Ab dem 7.6.2026 wird umgesetzt – auch ohne deutsches Gesetz
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 21 vom 18.05.2026, Seite I

Mit Ablauf des 7.6.2026 wird die Entgelttransparenzrichtlinie (Richtlinie (EU) 2023/970, im Folgenden: ETRL) wirksam. Ein deutsches Umsetzungsgesetz liegt Ende April 2026 nicht vor und wird bis zum Stichtag voraussichtlich nicht mehr verabschiedet. Die häufig gestellte Folgerung, dann sei eben nichts zu tun, geht fehl. Nationale Gerichte haben das geltende Recht ab dem Ablauf der Umsetzungsfrist richtlinienkonform auszulegen; gegenüber öffentlichen Arbeitgebern können hinreichend bestimmte Vorgaben unmittelbar wirksam werden; und faktisch werden Beschäftigte ihre Auskunftsbegehren ab Tag eins stellen. …

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Betriebs-Berater
Einbeziehung des Schutzes vor sexueller Belästigung in den zivilrechtlichen Teil des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 20 vom 11.05.2026, Seite 1141

Die Politik ist sich einig: Der Schutz vor Diskriminierungen im AGG muss ausgeweitet werden. Ein Referentenentwurf zur Anpassung des AGG wurde nun vorgelegt. Auch der Schutz vor sexueller Belästigung im AGG soll hiermit angepasst und ausgeweitet werden. Die Regelung der sexuellen Belästigung im AGG war dabei schon immer systemfremd und schwierig einzuordnen. Und auch die vorgeschlagene Änderung ist weder durch Schutzlücken im nationalen Recht, noch durch Umsetzungsdefizite im europäischen Recht angezeigt.

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Datenschutz-Berater
Der Mitarbeiterexzess – Ursachen und Folgen
Quelle: Datenschutz-Berater 2026 Heft 05 vom 08.05.2026, Seite 141

Sowohl die Aufsichtsbehörden als auch die Gerichte haben sich zunehmend mit der rechtlichen Einordnung von eigenwilligen Handlungen von Beschäftigten zu befassen. Wenn einzelne Mitarbeiter entgegen verbindlichen Anweisungen bzw. Richtlinien des Arbeitgebers aus persönlichen Gründen Einsicht auf Systeme wie z. B. das Krankenhausinformationssystem oder Akten nehmen, drängt sich der sog. Mitarbeiterexzess auf. Spätestens dann wäre zu prüfen, ob dieser Zugriff, womöglich aus reiner Neugier eine Datenschutzverletzung begründet – und welche Konsequenzen dies haben könnte. Vor allem aber stellt sich die Frage: Wer ist hierfür verantwortlich im Sinne des Datenschutzrechts?

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Betriebs-Berater
Ergebnisabführungsvertrag – bilanzielle Herausforderungen bei Gewinn- oder Verlustvortrag
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 20 vom 11.05.2026, Seite 1136

Ein geschlossener Ergebnisabführungsvertrag (EAV) wird von Unternehmen genutzt, weil sie sich davon Vorteile versprechen. Das diesbezügliche Zusammenspiel zwischen handelsbilanzrechtlichen und steuerbilanzrechtlichen Regelungen kann jedoch herausfordernd sein. Die unterschiedliche Behandlung von Gewinn- und Verlustvorträgen im Handels- und im Steuerrecht wird in der Praxis häufig nicht ausreichend berücksichtigt und gibt oftmals Anlass zu Diskussionen in einer Betriebsprüfung. Der nachfolgende Beitrag beleuchtet die Unterschiede und Fallstricke bei der Behandlung von Gewinn- oder Verlustvorträgen im Handels- und im Steuerrecht und zeigt Heilungsmöglichkeiten bei der aus Bilanzierungsfehlern resultierenden Nichtigkeit von Organschaften auf.

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Datenschutz-Berater
Identitätsdiebstahl: Wie kann der Datenschutz helfen?
Quelle: Datenschutz-Berater 2026 Heft 05 vom 08.05.2026, Seite 149

So alt wie die Parallelwelt des Internets ist auch das Phänomen des Identitätsdiebstahls. Aus verschiedensten Motivationen heraus erstellen Personen Nutzungsprofile im Namen eines anderen Menschen. Bestellbetrug im Onlinehandel ist der häufigste Anwendungsfall. Konstellationen des Mobbings und der Demütigung im sexuellen Kontext geraten aktuell in den öffentlichen Fokus u. a. durch die Berichterstattung um den Schauspieler Christian Ulmen. Staatsanwaltschaften sehen in solchen Fällen oftmals Strafbarkeitslücken – ein Stück weit kann jedoch das Datenschutzrecht diese füllen und Betroffenen Hilfestellung bieten.

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Betriebs-Berater
“Hinauskündigungsklauseln” – aktuelle Entwicklungen zu Vesting- und Ausschlussgestaltungen
Quelle: Betriebs-Berater 2026 Heft 20 vom 11.05.2026, Seite 1091

Der II. Zivilsenat des BGH hält Regelungen, die es einem oder mehreren Gesellschaftern ermöglichen, ohne sachlichen Grund einen anderen Gesellschafter aus dem Gesellschafterkreis zu entfernen, grundsätzlich für sittenwidrig und nur ausnahmsweise aufgrund besonderer Umstände für sachlich gerechtfertigt. Mit der aktuellen Entscheidung vom 10.2.2026 – II ZR 71/24 hält der Senat an seiner Rechtsprechung grundsätzlich fest, nimmt jedoch spürbare Erleichterungen auf Seiten der ausnahmsweisen Rechtfertigung vor. Dies hat erhebliche Bedeutung für die Praxis, insbesondere im Zusammenhang von Manager-/Mitarbeiterbeteiligungsmodellen und sog. Vesting-Klauseln.

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